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30.06.17

Mögliche Standorte für Nahversorgung in Oberrodenbach werden geprüft

Gemeindevertretung beschließt Prüfantrag einstimmig bei Enthaltungen der SPD-Fraktion

Vor einiger Zeit veröffentlichte die Rodenbacher CDU ein Konzept zur Verbesserung der Nahversorgungssituation in Oberrodenbach, nachdem im vergangenen Jahr die Schließung des Reinert-Marktes eine Lücke in eben diese gerissen hatte. Das Konzept sah als Möglichkeit die Ansiedlung einer Supermarktkette gegenüber dem Lochseif bzw. neben dem Sportplatz an der Hainmühle vor. Auf Grundlage dieses Vorschlags luden die Christdemokraten die beiden Rodenbacher Parteien SPD und FDP zu einem ergebnisoffenen Gespräch zu diesem Thema ein. Während die SPD das Gesprächsangebot bedauerlicherweise ausgeschlagen habe, sei in Folge der Gespräche mit der FDP ein gemeinsamer Antrag entstanden, den die Fraktionen der CDU und FDP nun am vergangenen Donnerstag in der Sitzung der Gemeindevertretung zur Abstimmung stellten.

In diesem beantragten die beiden Fraktionen, dass die Gemeindeverwaltung prüfen solle, welche Standorte im Ortsteil Oberrodenbach für die Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums grundsätzlich geeignet wären und welche bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen dafür möglicherweise geschaffen werden müssten.

Mit Stimmen der CDU und der FDP (eine Enthaltung) sowie bei Enthaltung der SPD-Mehrheitsfraktion stimmte die Gemeindevertretung diesem Prüfantrag nun zu.

„Uns geht es darum, zunächst einmal seitens der Verwaltung feststellen zu lassen, welche Flächen grundsätzlich für die Ansiedlung eines Nahversorgers in Oberrodenbach geeignet wären, um dann erneut über das Thema zu beraten. Das von uns vorgelegte Nahversorgungskonzept mit dem Standortbeispiel gegenüber dem Lochseif kann für die Prüfung als Anhaltspunkt dienen, sollte aber in erster Linie ein erster Diskussionsentwurf sein, sodass wir für alle weiteren Vorschläge und mögliche Standortideen offen sind“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Kai Kohlberger. Selbstverständlich sei für die Christdemokraten dabei, dass im gesamten nun folgenden Prozess die Bäckerei Kunzmann, die eine Filiale im Gebäude des ehemaligen Reinert-Marktes betreibt, berücksichtigt wird. Viele Beispiele – unter anderem auch aus dem benachbarten Freigericht – würden zeigen, dass sowohl ein vollflächiger Nahversorger als auch die Bäckerei Kunzmann nebeneinander bestehen könnten. Würde es der Gemeinde gelingen, die Nahversorgung dahingehend zu verbessern, dass der Oberrodenbacher Ortsteil künftig neben der Bäckerei auch einen Lebensmitteleinzelhandel zu bieten habe, würde dies sicher zu einer Steigerung der Lebensqualität bei einem großen Teil der derzeit von dem nicht ausreichenden Angebot betroffenen Bevölkerung führen.

„Bei vielen Oberrodenbacherinnen und Oberrodenbachern besteht eine spürbare Unzufriedenheit mit der aktuellen Nahversorgungssituation in ihrem Ortsteil, die man nicht schön zu reden braucht. Auch rund ein Jahr nach der Schließung des Reinert-Marktes hat sich daran scheinbar kaum etwas geändert. Wir finden es deshalb gut, dass nun auch in der Gemeindevertretung über das Thema diskutiert wurde und hoffen, dass wir zusammen zu einer zufriedenstellenden Lösung für Oberrodenbach gelangen können und unserem gemeinsamer Prüfantrag mit der FDP dafür die Grundlage legen konnte“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Pascal Reddig.

Die nächsten Tage werde die Rodenbacher CDU nun zudem dazu nutzen, die Umfrage zur Nahversorgungssituation, welche CDU und FDP in den vergangenen Wochen an alle Oberrodenbacher Haushalte verteilt hatte, um ein gebündeltes Stimmungsbild der Bevölkerung zu erhalten, endgültig auszuwerten und die Ergebnisse anschließend bekannt zu geben.

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